Förderung

Durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) werden
folgende Holzheizungen gefördert:

  • Pelletkessel mit 5 bis 100 kW mit und ohne Pufferspeicher

  • Pelletkaminöfen ab 5 KW, die an die Heizungsanlage angeschlossen sind
    (mit Wassertasche oder „wasssergeführt“)

  • Holzhackschnitzelkessel und Scheitholzvergaserkessel mit 5 bis 100 kW

  • eine Kombination dieser Holzheizungen mit einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe

Holzheizungen müssen allgemeine Förderbedingungen erfüllen:

  • der Kesselwirkungsgrad muss mindestens 89 Prozent betragen

  • die staubförmigen Emissionen dürfen maximal 20 mg/m³ betragen

  • der Kohlenmonoxid-Ausstoß darf maximal 200 mg/m³ betragen

Basisförderung

Bei der Förderung von Pelletkesseln und -öfen im Gebäudebestand mit einer installierten Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 kW gilt:
Die Förderung beträgt 80 Euro je kW installierter Nennwärmeleistung.
Es gelten folgende Mindestförderbeträge:

  • mind. 3.000 Euro für Pelletkessel ohne Pufferspeicher

  • mind. 3.500 Euro für Pelletkessel mit neuem Pufferspeicher ab 30 l/kW

  • mind. 2.000 Euro für Pelletöfen mit Wassertasche ab 5 kW

  • mind. 5.500 Euro für Kombikessel (Pellet/Scheitholz)

Für einen Scheitholzkessel werden 2.000 € und für einen Hackschnitzelkessel 3.500 € gezahlt.
 

Innovationsförderung

Für neue Holzheizungen mit Brennwerttechnik oder mit Staubfilter gibt es die Innovations- anstelle
der Basisförderung. Sie wird auch für Anlagen im Neubau gezahlt. Die Innovationsförderung beträgt
ebenfalls 80 Euro je kW installierter Nennwärmeleistung. Es gelten im Gebäudebestand jedoch
höhere Mindestförderbeträge:

  • in Bestandsgebäuden

    • für Anlagen mit Pufferspeicher mind. 5.250 €

    • für Anlagen ohne Pufferspeicher mind. 4.500 €

  • in Neubauten

  • für Anlagen mit Pufferspeicher mind. 3.500 €

  • für Anlagen ohne Pufferspeicher mind. 3.000 €

Für die Nachrüstung einer Holzheizung mit Brennwert- oder Filtertechnik werden jeweils 750 € gezahlt.
 

Zusatzförderungen

Über die Basisförderung hinaus gibt es Zusatzförderungen für folgende Sachverhalte:

  • Kombinationsbonus: 500 €, bei gleichzeitiger Installation einer Solarkollektoranlage, einer Wärmepumpe oder bei Anschluss an ein Wärmenetz

  • Gebäudeeffizienzbonus: plus 50 % der Basisförderung bei Einbau in ein Gebäude mit niedrigem Primärenergiebedarf (KfW 55)

  • Zusatzförderung für Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage:

    • bei Neuanlagen 10 % der förderfähigen Investitionskosten, max. 50 % der Basisförderung

    • bei Nachrüstung einer bereits geförderten und vor 3-7 Jahren in Betrieb genommenen Anlage
      100 bis 200 EUR

Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) als Zusatzbonus zur BAFA-Förderung

Für den Heizungstausch einer ineffizienten Öl- oder Gasheizung, Nachtspeicherheizung, Koks-Heizkessel
oder Kohleofen, der/die weder Brennwerttechnik noch Brennstoffzellentechnologie nutzt und nicht der
gesetzlichen Austauschpflicht nach EnEV unterliegt. Außerdem müssen ein Heizungscheck durchgeführt
und dabei als notwendig festgestellte Maßnahmen zur Heizungsoptimierung umgesetzt werden.
 
Höhe APEE-Zusatzbonus (BAFA-Teil des MAP):

  • 20 % der gesamten MAP-Förderung plus 600 Euro

  • Die MAP-Zusatzförderung zur Optimierung der Heizungsanlage kann dann nicht mehr beantragt werden.

Antrag

BAFA-Förderung und APEE können in einem gemeinsamen Förderantrag beantragt werden, den Sie kostenlos herunterladen können unter:https://fms.bafa.de/BAFA_FS/findform?shortname=BM&formtecid=3&areashortname=bafa.

 

Förderprogramm zur Heizungsoptimierung (HZO)

Vom 1. August 2016 bis Ende 2020 kann für bestimmte Investitionen in Pelletheizungen das neue Förderprogramm für die Heizungsoptimierung (HZO) mit einer Förderung von 30 % der Investitionskosten genutzt werden, wenn gleichzeitig ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird und das zu optimierende Heizungssystem seit mind. zwei Jahren in Betrieb ist.
Mehr unter: 
www.bafa.de/DE/Energie/Energieeffizienz/Heizungsoptimierung/heizungsoptimierung_node.html.
 

Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit

Einen zinsgünstigen Kredit für den Heizungstausch bekommen Sie bei Bedarf von der KfW-Bank: www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilien/Finanzierungsangebote/Energieeffizient-Sanieren-Erg%C3%A4nzungskredit-%28167%29/.
 

Weitere Informationen: