Emissionen

Bei Pelletheizungen werden Brennstoffmenge und Verbrennungsvorgang computergesteuert exakt aufeinander abgestimmt und kontrolliert. Der Brennraum bleibt dabei aufgrund der vollautomatischen Brennstoffförderung ständig geschlossen. Hierdurch ist ein Dauerbetrieb mit ungestörtem und effektivem Abbrand möglich, der niedrige Emissionen und hohe Wirkungsgrade von bis zu 95 % zur Folge hat. Auch im Teillastbereich weisen Pelletheizungen sehr niedrige Emissionswerte auf. Ein weiterer Grund für die niedrigen Emissionen der Pelletheizungen ist neben dem gleichmäßigen, ungestörten Verbrennungsvorgang auch die durch die Normierung garantierte gleichbleibende Zusammensetzung und Qualität (z. B. geringe Restfeuchte) des Brennstoffs.

Die Abbildung verdeutlicht die unterschiedlichen Emissionen, die durch die Verbrennung von Pellets, Hackschnitzeln und fossilen Brennstoffen entstehen.

Novellierung 1. BImSchV in Kraft getreten

Seit dem 22.3.2010 ist die 1. Stufe der novellierten Bundesimmissionsschutzverordnung über mittlere und kleine Feuerungsanlagen (1.BImSchV) in Kraft. Die Regelung stellt im Sinne der Luftreinhaltung strengere Anforderungen an das Emissionsverhalten, auch von Pelletkesseln und -öfen, und gilt für alle ab diesem Tag in Betrieb genommenen Anlagen. Ab dem 1.1.2015 in Betrieb genommene Anlagen müssen dann in der ab diesem Datum geltenden 2. Stufe noch strengere Grenzwerte einhalten. Die Feinstaubgrenzwerte der 1. und 2. Stufe sind nachfolgend tabellarisch aufgeführt.

Für Anlagen, die vor dem 22.03.2010 in Betrieb genommen wurden, gelten längere Übergangsfristen. Der Großteil der in Deutschland betriebenen Pelletfeuerungen dürfte zwischen dem 1.1.2005 und dem 22.3.2010 in Betrieb genommen worden sein. Für diese Anlagen sind die Werte der 1. Stufe erst ab dem 1.1.2025 verpflichtend einzuhalten.

Ein zwischen dem 1.1.1995 und dem 31.12.2004 installierter Pelletkessel muss die 1. Stufe erst ab dem 1.1.2019 einhalten. Für Altanlagen, die vor 1994 in Betrieb genommen wurden, greift hingegen kein Investitionsschutz mehr. Diese Kessel müssen die Anforderungen schon zum 1. Januar 2015 erfüllen.

Die Betreiber der betroffenen Pelletheizungen wurden über die für ihre Heizung gültige Übergangsfrist vom Bezirksschornsteinfegermeister im Rahmen einer Feuerstättenschau bis spätestens zum 31.12.2012 informiert. Bis zum Ende der Frist gelten die bisher bereits gültigen Feinstaubgrenzwerte der 1.BImSchV von 0,15 g/m³ Abluft.

Auch für Pelletkessel mit einer Leistung von 4 bis 15 kW müssen künftig die Feinstaubgrenzwerte in einer Praxismessung nachgewiesen werden. Diese Anforderung wurde so lange zurückgestellt bis das erste geeignete Messverfahren ein halbes Jahr lang zugelassen war. Dieser Zeitraum endete am 21. Januar 2013. Seit diesem Tag werden die Feinstaubmessungen durch den Schornsteinfeger durchgeführt.

 Anforderung für Neuanlagen

1.Stufe ab 22.3.2010

2.Stufe ab 1.1.2015

 

Staub g/m³

Staub g/m³

Pelletkessel

0,06

0,02

Pelletofen luftgeführt

0,05

0,03

Pelletofen wassergeführt

0,03

0,02



Weitere Informationen zum Thema finden Sie beim Bundesumweltministerium > 
sowie beim Umweltbundesamt >

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