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22.09.2017

Dresscode Pellets – das internationale Modeunternehmen Marc Cain setzt auf erneuerbare Wärme

Staatssekretärin Widmann-Mauz besucht Firmensitz in Bodelshausen

Berlin/Bodelshausen, 22. September 2017. Moderne Holzenergie punktet auch im gewerblichen Umfeld. Davon hat sich Annette Widmann-Mauz, parlamentarische Staatssekretärin und Vorsitzende der Frauen Union der CDU Deutschlands, beim Besuch des Modeherstellers Marc Cain Mitte September ein Bild gemacht. Auf Einladung des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands (DEPV) hat sie die Pelletheizung der Firmenzentrale des international erfolgreichen Modeunternehmens in Bodelshausen (Lkr. Tübingen) besichtigt.
 
Als „Marc Cain-City“ ist das am Rande der Schwäbischen Alb gelegene Dorf Bodelshausen bekannt, was man mit Blick auf den strahlend weißen Firmenkomplex der Premium-Marke für Damenmode Marc Cain sofort versteht. „Wir haben uns im Jahr 2014 bewusst für Holzpellets entschieden und gegen fossile Brennstoffe, die um die halbe Welt transportiert werden müssen!“, erläutert der Gründer und Vorsitzende der Geschäftsleitung von Marc Cain Helmut Schlotterer. Pro Jahr verbraucht das Unternehmen zur Beheizung seines gesamten Firmenkomplexes statt 150.000 Litern Heizöl nun 350 Tonnen Pellets. Das entspricht einem Wärmebedarf von rd. 1,75 Gigawattstunden. In den von 2007 bis 2012 entstandenen Verwaltungs- und Produktionsgebäuden arbeiten 800 Mitarbeiter. „Durch die Umstellung von Öl auf Pellets sparen wir jährlich rund 500 Tonnen CO2 ein“, erklärt Schlotterer der Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Widmann-Mauz stolz die eindrucksvolle Klimaschutzbilanz.

Energiewende muss Gewerbe einbeziehen
„Auch Gewerbebetriebe müssen auf Erneuerbare Energien setzen, wenn die Energiewende und die Umsetzung der klimapolitischen Ziele auf breiter Fläche gelingen sollen“, sagt DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele. „Wir würden uns freuen, wenn die Energiepolitik in der Union dies stärker berücksichtigen würde und ihr Verhältnis von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern in der kommenden Legislaturperiode ein wenig mehr in Richtung der Erneuerbaren verschieben würde“, gibt Verbandsvertreter Bentele der Staatssekretärin als Wunsch mit auf den Weg in das Wahlkampffinale. An ihr solle es nicht liegen, so Widmann-Mauz.

Modehersteller lobt Komfort der Pelletheizung
Bereut hat man die Entscheidung pro Pellets bei Marc Cain bis heute nicht. Installiert sind ein 950-kW-Pelletkessel, ein 20.000-Liter-Pufferspeicher sowie ein Pelletlager mit einem Fassungsvermögen von 150 Tonnen. Ergänzt wird die Pelletfeuerung durch ein gasbetriebenes BHKW sowie für Spitzenlasten durch einen Gaskessel. Der ganz in weiß gehaltene Heizungsraum erinnert an einen Showroom. Sowohl beim Komfort, beim Pelletpreis als auch beim Thema Emissionen wurden die Erwartungen an die moderne Pelletanlage erfüllt. Sie wird einmal im Jahr gewartet und läuft problemlos.

Rohstoff für Pelletproduktion regional breit verfügbar
Beliefert wird die Heizanlage mit Pellets aus der Umgebung. Pellethändler Wolfgang Wahr aus Nagold hat sein Lieferfahrzeug zur Demonstration im Hof der Firma bereitgestellt. Die ENplus-Identifikationsnummer auf dem Fahrzeug weist ihn als zertifizierten Händler aus. Nicht nur hochwertige Brennstoffe, sondern auch geschulte und qualifizierte Händler seien eine unerlässliche Voraussetzung für den reibungslosen Heizbetrieb. Ansonsten sei der Energieträger Pellets von der Produktion über den Handel auch ein gelungenes Beispiel für Mittelstand und Regionalität, erläutert Wahr der Staatssekretärin.
In Widmann-Mauz‘ Wahlkreis Tübingen befinden sich nicht nur Niederlassungen von Kessel- und Kaminofenherstellern; die Region liegt in Baden-Württemberg auch bei der Dichte von installierten Pelletfeuerungen weit vorne. DEPV-Geschäftsführer Bentele weist darauf hin, dass sich auch zwei Pelletwerke in unmittelbarer Nähe befinden. Das sei aber typisch für ganz Deutschland, das nicht nur bei der Pelletproduktion europaweit vorne liege, sondern generell bei der Holzproduktion. Hieraus resultiere heute auch eine Überversorgung mit Resthölzern. Bentele: „Ein deutlicher Zubau an Pelletheizungen ist vor diesem Hintergrund auf jeden Fall möglich oder besser gesagt sogar Pflicht, wenn man nicht will, dass diese zur Energieversorgung hervorragend geeigneten Späne und Hackschnitzel aus dem Ländle exportiert werden.“


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