Pressemitteilung

Bayern ist bundesweit Pelletland Nummer 1

 

DEPV: Pelletheizungen für öffentliche Gebäude hervorragend geeignet

Reckendorf, 25. März 2010. “Bayern ist das Bundesland, in dem das Heizen mit Pellets mit Abstand am beliebtesten ist.“ Hierauf verwies der Geschäftsführer des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbandes e.V. (DEPV) Martin Bentele bei der Besichtigung einer Pelletheizung zusammen mit der Staatssekretärin für Umwelt und Gesundheit, Melanie Huml MdL in der Volksschule Baunach am Standort Reckendorf (Lkr. Bamberg). Mit rd. 52.000 Anlagen (bis zur Leistungsstufe von 100 Kilowatt (kW)) würden nach Schätzungen von DEPV und dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mittlerweile über 40 Prozent aller Pelletheizungen im Frei-staat betrieben. Davon sind 30.000 Anlagen privaten Betreibern zuzuordnen (Leistungsbereich bis 15 kW). „Dass es gerade in Bayern eine so hohe Nachfrage gibt, liegt zum einen daran, dass die Holzenergie hier traditionell weit verbreitet ist. Bei der Pelletheizung schätzt der Verbraucher die Kombination aus einem heimischen, erneuerbaren und klimaschonenden Energieträger mit dem Komfort, den er von fossilen Heizungen gewohnt ist“, betonte Bentele.

Der DEPV-Geschäftsführer wies darauf hin, dass neben den privat betriebenen Anlagen, auch immer mehr Heizungen im Zuständigkeitsbereich von Kommunen, Gewerbe oder Wohnungsbaugesellschaften genutzt würden. Zum einen steigt bei höherem Brennstoffverbrauch die Kostenersparnis bei einer Pelletheizung gegenüber einer fossilen Heizung deutlich an. Darüber hinaus könne durch die Einsparung von Kohlendioxid (CO2) auch effektiver Klimaschutz betrieben werden. Bentele bezifferte die mit der Schulheizung eingesparte CO2-Menge auf jährlich 85 Tonnen. Zu einer positiven Umweltrechnung gehört aber auch eine gute Emissionsbilanz. Bedingt durch eine innovative, vollautomatische Beschickung, kombiniert mit dem Einsatz eines genormten, trockenen Energieträgers, haben Pelletheizungen einen niedrigen Fein-staubausstoß und unterbieten die aktuell gültigen strengen Feinstaubgrenzwerte der Kleinfeuerungsanlagenverordnung (1. BImSchV) auch ohne Filter. Der DEPV-Geschäftsführer sieht öffentliche Bauträger durch ihre Vorbildfunktion in der Pflicht erneuerbare Energien zu nutzen: „ Durch den Betrieb einer Pelletheizung kann jungen Menschen auch im Unterricht eindrücklich nahegebracht werden, wie durch die Nutzung eines heimischen Energieträgers zur Beheizung einer Schule Ökologie und Ökonomie Hand in Hand gehen.“

Durch breit gestreute Produktions- und Handelsstrukturen sind Pellets heute bundesweit flächendeckend verfügbar. Mit 1,6 Mio. Tonnen Produktion im Jahr 2009 ist Deutschland nach Schätzungen des DEPV nach den USA weltweit das Land mit der höchsten Produktionsrate. Auch hier ist Bayern das Bundesland mit der höchsten Produktionsrate. Rd. ein Drittel der deutschen Produktion, d.h., ca. 500.000 Tonnen werden im Freistaat produziert. Mit einer Produktionskapazität von  100.000 Tonnen oder mehr gehören fünf der bayerischen Pelletwerke zu den bundesweit größten Produktionsstätten. Meistens handelt es sich bei den Standorten, an denen Pellets erzeugt werden, um Sägewerke. Die als Koppelprodukt des Holzeinschnitts anfallenden Späne werden dort mithilfe der aus Verstromungsprozessen ebenfalls verfügbaren Abwärme zu Pellets gepresst. Rd. 30 Prozent des für die Pelletproduktion benötigten Rohstoffes wurde im Jahr 2009 aus Rohholz erzeugt. Dabei handelt es sich um nicht sägefähige Holzsortimente. „Der Wald wird für die Pelletproduktion nicht verheizt“, betonte Bentele. 

 

 

Zur Information: Die Volksschule Baunach betreibt am Standort Reckendorf seit Februar 2010 eine Pelletheizung mit 112 kW. Es handelt sich dabei um zwei Kessel mit einer jeweiligen Leistung von 56 kW, die als Kaskade betrieben werden. Der Jahresbedarf für die Heizung beträgt rd. 50 Tonnen Pellets. Hierzu wird das Lager zweimal im Jahr befüllt. Durch den Einsatz des CO2-neutralen Energieträgers ergibt sich eine CO2-Einsparung gegenüber Heizöl von 85 Tonnen pro Jahr1. Die jährliche Heizkostenersparnis beläuft sich für die Pelletheizung (angenommene Preise: Pellets 220 Euro/ Tonne; Öl 0,7 Euro/ Liter) auf ca. 6500 Euro.
1Quelle: Umweltdatenbank GEMIS

 

 
Eine neue Pelletheizung in Betrieb nehmen macht Freude: (v.l.) DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele, Staatssekretärin Melanie Huml MdL, Schulrektor Albert Knoblach, stv. Bürgermeister Gregor Witterauf und Horst Reinsch von der Fa. ÖkoFEN. Foto: Schiller

 

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pellet- und Holzenergiebranche. Kessel- und Ofenhersteller, Produzenten von Pellets und weiterer Energieholzsortimente, Komponentenhersteller sowie Vertriebspartner haben sich in diesem Bundesverband organisiert.