Pressemitteilung

Holzbriketts eine beliebte Alternative zum Beifeuern in Holzheizungen

 

Die neue Europäische Norm regelt zukünfitg die Qualitäten der Holzbriketts

Berlin, 14. Oktober 2010. Holzbriketts erfreuen sich bei Verbrauchern mit Öfen immer größerer Beliebtheit. „Gerade zum Beifeuern eignen sich Holzbriketts als attraktive Alternative zu Scheitholz oder Braunkohlebriletts. Der Holzbrikettsmarkt ist zwar schwer abzuschätzen, weist jedoch enorme Entwicklungspotenziale auf,“ sagt Frau Noack, Vorsitzende der DEPV Fachgruppe Holzbriketts. Denn Holzbriketts sind ein regionaler Brennstoff, der durch die normierten Eigenschaften klare Vorteile beim Verbrennen aufweisen. „Holz ist ein klimaneutraler Brennstoff, der einer der kostengünstigsten Erneuerbaren Wärme  gerade für die Zukunft darstellt,“ bekräftigte der Geschäftsführer des DEPV Herr Bentele.  Beim zweiten Treffen der Facharbeitsgruppe Holzbriketts des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV) wurden wichtige Themen angesprochen um die Zukunft des Brennstoffs Holzbriketts besser zu gestalten.

Im Vordergrund stand die zurzeit noch optimierungsbedürftigte Marktdokumentation für Holzbriketts. Der DEPV setzt sich zum Ziel belastbare Daten über den Holzbrikettmarkt zu erstellen. „Schon durch die große Teilnahme an der Fachgruppe hat sich der Holzbrikettmarkt definiert. Jetzt müsse der Holzbrikettmarkt nur noch mit Zahlen zukünftig belegt werden,“ so Frau Noack. Die Teilnehmer der Fachgruppe schätzten eine deutsche Holzbrikettproduktion im Jahr 2009 von etwa 350.000 t. Der Inlandsbedarf liege nach Auffasuung der Teilnehmer höher.

Anhand der Vielzahl an im Markt vorhandenen Holzbrikettarten gab Frau Schön vom Technologie- und Förderzentrum in Straubing einen informativen Überblick über die verschiedenen Qualitäten. Trotz bisheriger Normierung des Brennstoffes weisen einige Brikettarten unterschiedliche Qualitäten auf. Gerade durch die neue Europäische Biomassenorm werde zukünftig großen Wert auf die Qualität von Briketts gelegt, so Frau Schön.

Durch die neue Europäische Biomassenorm EN 14961-3 werden europaweit einheitliche strenge Qualitätsanforderungen an den Brennstoff Holzbriketts gestellt. „Denn auch bei Holzbriketts ist ein hoher Qualitätsstandard für eine effektive Verbrennung wichtig,“ so Frau Noack. Die Europäische Biomassenorm für Holzbriketts soll mit einer Zertifizierung zukünftig umgesetzt werden. Mittels Kontrollen bei den Produzenten würde die Qualität der Briketts überprüft. Somit könnte man dann mit einem Qualitästsiegel die Einhaltung der hohen Qualitätsanforderungen bestätigen. Für die Erarbeitung und Umsetzung der Zertifizierung für Briketts wird das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) GmbH federführend sein. Mit einem Roundtable der wichtigsten Briketthersteller und Experten wird beim DEPI noch dieses Jahr die Konzeptionierung einer Zertifizierung für Holzbriketts gestartet. „Auch der Brikettmarkt braucht ein glaubwürdiges Instrument, dass Holzbriketts ein zuverlässlicher und sauberer Brennstoff ist,“ bekräftigte die Vorsitzende Frau Noack. 

Der Deutsche Energieholz- und Pellet-Verband e.V. vertritt seit 2001 die Interessen der deutschen Pellet- und Holzenergiebranche. Kessel- und Ofenhersteller, Produzenten von Pellets und weiterer Energieholzsortimente, Komponentenhersteller sowie Vertriebspartner haben sich in diesem Bundesverband organisiert.