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Branche nimmt Thema Qualitätssicherung ernst
19.06.2008
20 Unternehmen der Pelletbranche unterzeichnen Vereinbarung
Die vom Deutschen Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) initiierte Vereinbarung zum Vorgehen im Falle von Versinterungsfällen und brennstoffbedingten Störungen an Verbrennungsanlagen ist aktuell überarbeitet worden und ab heute auf der DEPV-Homepage www.depv.de veröffentlicht. Sie ist von 20 Herstellern von Pelletheizungen, Pelletproduzenten sowie dem Handel im Verbandsbereich unterzeichnet worden und löst ein Vorgängerpapier ab, dessen Gültigkeitsdauer bis Ende März 2008 befristet war. Hierauf wies der DEPV am Donnerstag, den 19. Juni 2008, hin. Das Papier regelt im Falle von Versinterungserscheinungen ein gemeinsames Vorgehen und die Zuständigkeiten. „Das Interesse der Unternehmen im DEPV an der Mitarbeit bei der Überarbeitung des Papiers und an der Unterzeichnung war sehr hoch. Das zeigt, dass die Branche das Thema Qualitätssicherung ernst nimmt“, teilte der Leiter der zuständigen DEPV-Arbeitsgruppe, Martin Behr, mit. Nutzer von Heizungen und Pellets der unterzeichnenden Unternehmen bekämen durch die Vereinbarung größtmögliche Qualitätsansprüche und Sicherheit geboten. „Die Zufriedenheit des Verbrauchers ist unser oberstes Ziel. Mit diesem Papier werden die Zuständigkeiten zwischen Pelletproduzenten, dem Handel und Heizungsherstellern so geregelt, dass dem Kunden aus dem Schadensfall keine unzumutbaren Unannehmlichkeiten entstehen“, betonte Behr. Die Unterzeichner dieses Papiers bekennen sich als Mitgliedsunternehmen im DEPV zum hohen Qualitätsstandard ihrer Produkte und Dienstleistungen sowie zu den aufgeführten, qualitätssichernde Maßnahmen wie auch deren Weiterentwicklung. Für die unterzeichnenden Pelletproduzenten und den Handel bedeutet das, ausschließlich zertifizierte Pellets zu verkaufen. Falls die mit DINplus gekenn-zeichneten Pellets nicht dieser Qualität entsprächen, kommt der Lieferant für Ersatz auf. Auch bei Lieferung, Transport und dem Befüllen des Lagers beim Verbraucher werden hohe Standards zugesagt. Die Hersteller von Pelletheizungen wiederum stehen für eine optimale Verbrennungstemperatur der Anlagen und konstruktive Vermeidung von Schlackebildung.
Das Papier ist ein wichtiger Schritt zur Qualitätssicherung und Imagepflege. „Wir rechnen noch in diesem Jahr mit einer starken Nachfragesteigerung nach Pelletheizungen. Wer diese Entscheidung getroffen hat, darf im Problemfall nicht auf sich alleine gestellt sein, sondern muss kompetente Hilfe von verantwortlicher Seite bekommen“, sagte Behr. Die Vereinbarung wurde von zwölf Unternehmen der Pelletproduktion und des Handels sowie von acht Herstellern von Pelletheizungen unterzeichnet. Sie tritt rückwirkend zum 1. April dieses Jahres in Kraft. Bislang hatten 17 Unternehmen unterzeichnet. Zusammen mit dem Versinterungspapier veröffentlicht und ins Internet eingestellt, wurden ein Reklamationserfassungsbogen sowie eine Vorlage für die Feinanteilermittlung, mit denen die Störungsfaktoren im Einzelfall einheitlich dokumentiert werden können.
Die unterzeichnenden Unternehmen sind:
Aus dem Bereich Pelletproduzenten und Handel: Ante Holz, Anton Heggenstaller, BayWa, CompacTec, Europahaus, Holz-Energiezentrum Württemberg, Power Pellets, Scharr Tec, Schellinger, Unomondo Pellets, Westerwälder Holzpellets, ZG Raiffeisen
Aus dem Bereich der Heizungshersteller: HDG Bavaria, KWB, Ökofen Heiztechnik, Paradigma, Solvis Solar, Viessmann Werke, Wagner & Co. Solartechnik, Windhager Zentralheizungen.
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