Deutlich mehr Pellets für den heimischen Markt

29.10.2008

 

DEPV: Rekordproduktion für 2008 zeichnet sich weiterhin ab

Stuttgart 29.Oktober 2008 - Die im ersten Halbjahr 2008 auf hohem Mengenniveau erfolgte Produktion von Holzpellets hat sich auch im dritten Quartal unverändert fortgesetzt, so dass Ende des Jahres mit einer Rekordproduktion von rd. 1,5 Mio. Tonnen (t) Pellets gerechnet werden kann. Aufgrund einer Nachfragesteigerung am Inlandsmarkt haben die Produzenten den Exportanteil in den vergangenen drei Monaten deutlich reduziert und rd. 75 Prozent auf dem heimischen Markt verkauft.

Auch im vierten Quartal zeichnet sich kein Rückgang bei der Produktion ab.
Die im Sommer für das Jahr 2008 prognostizierte Rekordmenge an Pellets in Deutschland wird durch die Umfrage unter den Produzenten zum III. Quartal bestätigt. Hierauf wies Beate Schmidt, Vorsitzende des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes (DEPV) bei der Pressekonferenz zur Eröffnung der Messe In-terpellets am Mittwoch, den 29. Oktober 2008 in Stuttgart hin. Schmidt sieht 1,5 Mio. t Pellets als eine realistische Zahl für Produktion 2008 an. Von Juli bis September wurden wie schon im Quartal zuvor erneut rd. 400.000 t Pellets produziert. Damit wurde nach nur neun Monaten in diesem Jahr, mit 1,121 Mio. t bereits nahezu die im ganzen Vorjahr erzeugte Menge erreicht. Auch für das vierte Quartal gehen die Hersteller nicht von einem Rückgang bei der Produktion aus.

Die seit dem Sommer deutlich gestiegene Nachfrage nach Pelletheizungen habe dazu geführt, dass die Exportquote bei den im Bundesgebiet hergestellten Pellets deutlich zurückging. Während im ersten Halbjahr mit 45 Prozent noch nahezu jeder zweite Holzpressling im Ausland verfrachtet wurde, sind es im dritten Quartal nur noch 27 Prozent. "Das zeigt, dass den Herstellern die Versorgungssicherheit der heimischen Verbraucher wichtig ist", sagte die DEPV-Vorsitzende, die davon ausgeht, dass vor allem die zahlreiche neue Heizanlagen in Kommunen und Gewerbebetrieben zur Steigerung der Mengenachfrage geführt haben. Im Winter wird niemand frieren müssen, betonte Schmidt.

Zwischen 70 und 80 Prozent der Verbraucher hätten aber bereits im Sommer ihre Lager gefüllt, wenn die Pelletpreise traditionell am niedrigsten sind. Auch dieses Jahr hat die Preisent-wicklung für Pellets haben nach Aussagen der DEPV-Vorsitzenden zum einen die Unabhängigkeit von Öl- und Gaspreisen wie auch das Funktionieren von Marktmechanismen unter Beweis gestellt. Pellets kosten im Oktober nach Statistik des DEPV rd. 200 Euro/t. Selbst bei einem stark gefallenen Ölpreis betrage der Unterschied damit noch rd. 45 Prozent.