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Entwurf für Erneuerbare-Energien Wärmegesetz hinterlässt zwiespältigen Eindruck
05.12.2007
Deutscher Energie-Pellet-Verband sieht Ziele der Bundesregierung in Gefahr
Den vom Bundeskabinett am 5. Dezember 2007 verabschiedeten Entwurf für ein Erneuerbaren-Energien-Gesetz erachtet der Deutschen Energie-Pellet-Verband (DEPV) als unzureichend, um das von der Bundesregierung gesetzte Ziel eines 14-prozentigen Anteils an Wärme aus Erneuerbaren Energien bis 2020 zu erreichen. Kritisiert wird vor allem die fehlende Nutzungspflicht im Bestand.
Der im Rahmen des integrierten Klimaschutzprogramms der Bundesregierung vom Bundeskabinett abgesegnete Entwurf für ein Erneuerbare-Energien Wärmegesetz (EEWG) wird vom Deutschen Energie-Pellet-Verband (DEPV) als wenig ambitioniert beurteilt. "Ich befürchte, dass die Bundesregierung ihr Ziel, bis 2020 einen Anteil von 14 Prozent erneuerbarer Wärme zu erreichen, mit diesem Entwurf aufs Spiel setzt", sagte DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele am Mittwoch, den 5. Dezember 2007, in Mannheim und führte weiter aus: "Wir begrüßen die Aufstockung des Mittelvolumens für die Investitionsförderung von erneuerbaren Heizanlagen." 500 Mio. Euro müssten nun auch als Mindestbetrag fest im Gesetzestext verankert werden. Die bisherige Formulierung, dass Mittel "bis zu dieser Höhe bedarfsgerecht" zur Verfügung gestellt werden, sei kontraproduktiv und dürfe in dieser Form keinesfalls übernommen werden.
Nutzungspflicht im Bestand unerlässlich Ein Gesetzentwurf, der beim größten Potenzial für den Einsatz erneuerbarer Wärme, nämlich der Renovierung im Bestand, eine Nutzungsverpflichtung außen vor lässt, kann seiner ursprünglichen Intention, aus Sicht des DEPV, nicht gerecht werden. Allerdings sei der jetzige Entwurf gegenüber dem bisherigen Referentenentwurf vorzuziehen. Bevor die Nutzungspflicht durch eine ungenügende Definition eines Renovierungsfalles, wie es im Referentenentwurf durch ein Junktim von Heizungsaustausch mit einer Dämmungsmaßnahme der Fall gewesen wäre, ausgehebelt wird, sei es ehrlicher, sie im Bestand herauszunehmen und den Ausbau erneuerbarer Wärme konsequent über Förderprogramme voranzutreiben, wie es der DEPV auch bei der Verbandsanhörung gefordert habe.
Mit Pellets ernsthaft CO2 einsparen Wer bei Neubau oder Renovierung ernsthaft CO2 einsparen wolle, müsse auf Pelletheizungen setzen. Eine durchschnittliche vierköpfige Familie könne nach Informationen des DEPV beim Austausch einer Ölheizung durch eine Pelletheizungen fast 60 Prozent ihrer CO2-Emissionen reduzieren, was alternativ nicht einmal durch den Verzicht auf ein Auto möglich sei. Durch den gegenüber Öl und Gas aktuell um ca. 50 Prozent niedrigeren Energiepreis bei Holzpellets, amortisiere sich der Kauf einer Pelletheizung schon nach sieben Jahren.
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