Holzpelletheizungen benötigen keine Filter zur Luftreinhaltung

26.11.2007

 

DEPV kritisiert Äußerungen aus dem Umweltministerium

Nutzer von Holzpelletheizungen und -öfen werden aufgrund der fortschrittlichen Verbrennungstechnologie und wegen des genormten, trockenen Energieträgers Pellets auch künftig auf Filtereichrichtungen verzichten können. Hierauf wies Martin Bentele, Geschäftsführer des Deutschen Energie-Pellet-Verbandes e.V. (DEPV) am Montag, den 26. November 2007 in Berlin hin. Bentele kritisierte missverständliche Aussagen aus dem Bundesumweltministerium, die den Verbraucher verunsicherten und erwartet von dort eine umgehende Klarstellung.

Pelletkessel und -öfen benötigen auch künftig keine Rußfilter!
Die in der zu 1. Bundesimissionsschutz-Verordnung vorgesehene Absenkung der Feinstaubemissionen auf einen Grenzwert von 20 Milligramm pro Kubikmeter Luft bei Heizkesseln ab 2015 wird von der Fachwelt als sehr ambitioniert eingeschätzt. Als Vorreiter für einen niedrigen Schadstoffausstoß bei der Biomasseverbrennung werden Pelletheizungen keine Probleme mit der Umsetzung haben und daher auch keine Filter benötigen, sagte Bentele. Dies gelte auch für die marktgängigen Pelletöfen.

Bundesweit verursachen häusliche Holzheizungen (Kamine, Scheitholz-, Pelletfeuerungen) rund 20 Prozent der Feinstaubemissionen, und damit deutlich weniger als der Autoverkehr (50 Prozent, Quelle ADAC). Aus Praxismessungen lässt sich für die bundesweit aktuell rund 80.000 Pelletheizungen ein jährliches Feinstaubaufkommen von rund 95 Tonnen (to) errechnen. Zur bundesweiten Feinstaub-Gesamtbelastung von 184.000 to tragen Pelletheizungen damit weniger als 0,05 % bei. Der Austausch von alten Holzöfen durch Pelletheizungen und -öfen würde zu einem deutlichen Rückgang der Feinstaubemission führen.

Weitere Informationen:

Deutscher Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV)
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