31. März 2026
Der neu gewählte DEPV-Vorstand für die Amtsperiode 2026-2029 mit DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele (v. l. n. r.): Wolfgang Wimmer (Biomassehof Achental GmbH & Co. KG), Martin Ecker (HDG Bavaria GmbH), Martin Bentele (DEPV), Martin Behr (PowerPellets Vertriebs GmbH & Co. KG), Helmut Schellinger (Schellinger KG), Andreas Groll (KWB Deutschland Energiesysteme GmbH), Michael Almberger (Pfeifer Holding GmbH) und Wendelin Heinzelmann (Ritter Energie GmbH & Co. KG). Es fehlt Heike Stang (A.B.S. Silo- und Förderanlagen GmbH).
Berlin, 31.03.2026 • Wie wichtig moderne Holzenergie für eine sichere Versorgung als auch eine bezahlbare Energiewende ist, wurde beim Festakt zum 25-jährigen Bestehen des Deutschen Energieholz- und Pellet-Verbands e. V. (DEPV) in Berlin deutlich. In seiner Festrede erläuterte Bundesminister a.D. Jürgen Trittin, warum Pelletheizungen in der aktuellen Krise gelebte Freiheitsenergie sind.
Unter den über 100 Gästen waren neben den Mitgliedern zahlreiche Wegbegleiter und Vertreter befreundeter Verbände anwesend, die sich in zahlreichen Anekdoten an die eher bescheidenen Anfänge des DEPV erinnerten. Im gleichen Zuge wurde aber auch deutlich, wie wichtig die Arbeit des Verbandes heute ist: Neben professioneller Fach- und Lobbyarbeit gelang mit der Pelletzertifizierung ENplus vor 15 Jahren der große Wurf für den heute international standardisierten Pelletmarkt. Helmut Schellinger, der als Verbandsvorsitzender wiedergewählt wurde, betonte die Relevanz des DEPV als Plattform für einen offenen, konstruktiven Austausch aller Teilbranchen entlang der Wertschöpfungskette Pellet. Auch der restliche Vorstand des DEPV wurde von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt, wobei mit Heike Stang, Michael Almberger und Andreas Groll drei neue Beisitzer dazugekommen sind.
„Pelletheizungen sind gelebte Freiheitsenergie“, war sich Festredner Jürgen Trittin, Bundesminister a.D., sicher. Anstatt sich von festen Infrastrukturen Dritter abhängig zu machen, könnten Pelletheizer selbst entscheiden, von wem sie den heimischen Brennstoff beziehen. Auch preislich sei man den Unwägbarkeiten der Energiemärkte nicht direkt ausgeliefert, betonte Trittin, was der Nahostkrieg gerade leider wieder allzu deutlich mache.
Bundesminister a.D. Jürgen Trittin hebt in seiner Festrede zum 25. Jubiläum des DEPV den Wert von Pellets als Freiheitsenergie hervor.
Im Zentrum der sich anschließenden Diskussionsrunde standen die politischen Rahmenbedingungen für den Wärmemarkt sowie die zukünftige Rolle Erneuerbarer Energien im Gebäudebereich. Dabei wurden die Eckpunkte des geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG) von der langjährigen ehemaligen DEPV-Vorsitzenden Beate Schmidt-Menig (Ökofen Heiztechnik GmbH) scharf kritisiert. Dr. Martin Sabel vom Bundesverband Wärmepumpe (BWP) sprach sich ebenfalls für klare Vorgaben und eine Vorfahrt für Erneuerbare aus. Diese Ansicht teilten die geladenen Verbandsvertreter in ihren Grußworten: Ohne moderne Holzenergie und Pellets seien die Klimaziele im Wärmemarkt nicht zu erreichen. Genauso wichtig sei aber auch ein starker Verband wie der DEPV, um den Interessen seiner Mitglieder im Kleinen und Großen bei Politik, Presse und Verbrauchern Gehör zu verschaffen. Das betonten Doris Stiksl (proPellets Austria), Dr. Christine Falken-Großer (Bundesverband Erneuerbare Energien), Andreas Peeters (Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks) und Markus Staudt (Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie).
Als Geburtshelfer des DEPV bezeichnete sich Hans-Jürgen Funke (ehem. Verband Energiehandel Südwest) mit einem Augenzwinkern. Schließlich habe er dem Verband in Mannheim den ersten Büroraum für Geschäftsführer Martin Bentele gestellt. Umso beeindruckender, dass nun rd. 25 Mitarbeitende für DEPV und Deutsches Pelletinstitut (DEPI) in Berlin tätig seien. Auch Martin Behr und Helmut Schellinger waren fast von Beginn an im Verband aktiv. Vor allem die Gremienarbeit, die letztendlich zur Pelletzertifizierung ENplus geführt habe, stellt für Behr einen Meilenstein für die gesamte Marktentwicklung dar. Wendelin Heinzelmann erinnerte sich besonders gerne an das Engagement von Heizungsbauern in den Anfangsjahren zurück. Diese hätten die Pelletheizung mit viel Fachwissen in nun mehr als über 760.000 deutsche Heizungskeller gebracht. Schellinger betonte ebenfalls die fachliche Expertise der Verbandsmitglieder und -mitarbeiter, die sich zum Beispiel in dem umfangreichen Standardwerk zur Lagerung von Holzpellets niederschlage.
Dass sich Qualität und hochwertige Technik auszahlen, bestätigen auch die aktuellen repräsentativen Umfrageergebnisse, die Janina Mütze (Civey) vorstellte: So sind 87 Prozent der Hausbesitzer zufrieden mit ihrer Pelletheizung. 88 Prozent bestätigen den positiven Eindruck, den sie vom Heizen mit Pellets haben.
Hans-Jürgen Funke hat die Anfänge des DEPV persönlich erlebt.
Janina Mütze, Gründerin von civey, gibt Einblick in die öffentliche Wahrnehmung von Holzpellets.
Die DEPV-Mitglieder wählten turnusgemäß auch den Vorstand neu. Helmut Schellinger (Schellinger KG) wurde im Amt bestätigt, ebenso wie seine Stellvertreter Martin Ecker (HDG Bavaria GmbH) und Martin Behr (PowerPellets Vertriebs GmbH & Co. KG). Weiterhin als Beisitzer fungieren Wendelin Heinzelmann (Ritter Energie GmbH & Co. KG) und Wolfgang Wimmer (Biomassehof Achental GmbH & Co. KG). Markus Böll (Mall GmbH) und Pascal Schiep (Schellinger KG) kandidierten nach mehreren Amtszeiten nicht erneut. Für sie wurden Heike Stang (A.B.S. Silo- und Förderanlagen GmbH, in Abwesenheit), Michael Almberger (Pfeifer Holding GmbH) und Andreas Groll (KWB Deutschland Energiesysteme GmbH) neu als Beisitzer gewählt.
DEPV-Geschäftsführer Martin Bentele (re.) verabschiedet die langjährigen Vorstandsmitglieder Pascal Schiep (li.) und Markus Böll mit dem „Berliner Pelletbären“ und guter Lektüre.
Mit Stolz, aber auch leichter Verwunderung über das Erreichte blicken Pelletunterstützer auf 25 Jahre erfolgreiche Verbandsarbeit im DEPV zurück (v. l. n. r.): Hans-Jürgen Funke, Wendelin Heinzelmann, Beate Schmidt-Menig und Martin Behr.
In der politischen Diskussionsrunde fordern (v. r. n. l.) Beate Schmidt-Menig, Jürgen Trittin und Dr. Martin Sabel mehr Ehrgeiz und mehr Tempo bei der Wärmewende.
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