Pelletheizsysteme umfassen Pelletkessel und -kaminöfen. Kessel sind in Heiz- sowie Brennwertausführung mit unterschiedlichen Wärmeerträgen und Vorlauftemperaturen verfügbar. Pelletkaminöfen können luftgeführt sein und Wärme über Strahlung und Konvektion abgeben. Alternativ sind sie wassergeführt und werden dabei über die Hydraulik heizungsunterstützend eingebunden. Die Heizsysteme können sowohl in Gebäuden mit niedrigem als auch in Gebäuden mit hohem Wärmebedarf als alleiniger, eigenständiger Wärmeerzeuger genutzt werden. Damit lassen sich Pelletheizsysteme in nahezu allen Bereichen einsetzen – im Neubau, im Bestand und in teilsanierten Gebäuden.
Die Zahl der Pelletheizsysteme in Deutschland nimmt stetig zu. Sie sind wie folgt verteilt:
• 2 Prozent Pelletkessel > 50 kW (inkl. Kraft-Wärme-Kopplung)
• 58 Prozent Pelletkessel ≤ 50 kW (inkl. wasserführende Pelletkaminöfen)
• 40 Prozent Pelletkaminöfen
Pelletheizsysteme erzeugen deutschlandweit insgesamt rund 18 Terawattstunden (TWh) Wärme im Jahr, ausgehend vom Jahr 2025. Dabei dominieren hauptsächlich die kleinen bis mittelgroßen Pelletkessel und wasserführenden Kaminöfen. 18 TWh Wärme entsprechen einem Bedarf von 1,3 Millionen Haushalten – beziehungsweise der Bedarf der Städte Hamburg und Hannover zusammen. Die großen Pelletkessel tragen mit der höheren Leistung jedoch trotz niedriger Stückzahlen einen erheblichen Beitrag dazu bei.
Der Absatz von Pelletheizsystemen nahm bis 2022 deutlich zu und stellte mit über 120.000 verkauften Pelletheizsystemen ein Rekordjahr dar. Treibende Kräfte hierfür waren die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und die nationale und europäische CO2-Bepreisung für fossile Energieträger sowie deren kriegsbedingter Preisanstieg. Wie teuer und unsicher fossile Energien sind, zeigt sich auch in der aktuellen geopolitischen Lage, wobei es die attraktive BEG weiterhin gibt. Im Jahr 2023 brach der Absatz stark ein, da die Verbraucher unsicher waren, ob Investitionen in Heizsysteme weiterhin gefördert werden und das Gebäudeenergiegesetz (GEG) heiß diskutiert wurde. Dies setzte sich im Folgejahr fort. 2025 gab es eine kleine Trendwende bei einem insgesamt schwachen Heizungsmarkt. Hinzu kam zuletzt erneut Unsicherheit, da aller Wahrscheinlichkeit nach das GEG geändert werden soll (Stand: 16. April 2026).
Die Verteilung von Pelletheizsystemen in der Bundesrepublik korreliert direkt mit den Standorten der Pelletwerke – diese liegen schwerpunktmäßig im Süden. Mehr als 50 Prozent der Anlagen sind in Baden-Württemberg und Bayern installiert. Nichtsdestotrotz gibt es noch viel Potential – der Rohstoff für Pellets ist nachhaltig vorhanden und wird auch bei prognostiziertem Marktwachstum genügen.
Fast jede zweite Ölheizung in Deutschland ist älter als 30 Jahre. Als diese Anlagen installiert wurden, kamen Handys im Massenmarkt an und die CD-ROM löste die Diskette ab. Das zeigt, wie dringend Gebäudeeigentümer Unterstützung beim Heizungstausch benötigen. Glücklicherweise stehen kompetente Pelletfachbetriebe beim Heizungstausch in den Startlöchern.
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