Vom Reststoff zum Holzpellet

So entsteht der erneuerbare Energieträger

 

 

Pellets sind ein moderner Brennstoff, der die traditionellen Vorteile von Stückholz und Hackschnitzeln vereint. Sie sind erneuerbare Energieträger und schaffen regionale Wertschöpfung. Gleichzeitig sind sie breit verfügbar, lassen sich dank kurzer Transportwege effizient bereitstellen und bieten eine gesicherte, genormte und zertifizierte Qualität. Dass sie sich gut transportieren und lagern lassen, komfortabel geliefert werden und einen vollautomatischen Betrieb der Anlagen ermöglichen, macht sie ebenfalls attraktiv. Zudem arbeiten moderne Pelletheizsysteme höchst effizient und können im Vergleich zu fossilen Heizungen CO₂ einsparen .

Diese Eigenschaften sind eng mit der standardisierten Herstellung von Holzpellets verknüpft. Ein Blick auf die Pelletproduktion zeigt, wie aus dem Rohstoff Holz ein hochwertiger, effizienter und erneuerbarer Energieträger entsteht.

Ein regionales Naturprodukt

Großes Holzaufkommen bedeutet viele Sägewerke – Deutschland ist in Mitteleuropa führend. Viele Sägewerke integrieren die Pelletproduktion am Standort selbst. Nur etwa 60 Prozent eines entrindeten Stammes werden beim Einsägen zu Schnittholz verarbeitet. Der Rest ist potenzielles Rohmaterial für Pellets

Die sogenannten Sägenebenprodukte machen ca. 90 Prozent des Rohstoffs für die Pelletherstellung aus. Daneben wird etwa zu 10 Prozent nichtsägefähiges Rundholz (sog. Industrieholz) eingesetzt, das als Koppelprodukt beim Holzeinschlag und bei Durchforstungen im Wald sowie aus Schadholz anfällt.

Der Anteil von Sägerestholz an der Pelletproduktion schwankt in Deutschland zwischen 85 und 95 Prozent. Nicht alle Resthölzer eignen sich für die Pelletproduktion. Weil ihre Qualität nicht ausreicht, können Waldresthölzer (v. a. Äste aus dem Holzeinschlag) ebenso wenig verwendet werden wie Grünabfälle aus der Landschaftspflege oder Altholz. Auch sägefähiges Holz, das beispielsweise im Haus- und Möbelbau zum Einsatz kommt, wird nicht genutzt, da es als Rohstoff zu wertvoll und damit zu teuer ist.

Genügend Rohstoff verfügbar

Holzpellets werden vor allem aus unbehandelten Holzspänen und Hackschnitzeln hergestellt, die in Deutschland in zahlreichen Sägewerken beim Zuschnitt von entrindetem Holz entstehen. Jährlich fallen durchschnittlich rd. 7,5 Mio. Tonnen (t) Sägerestholz an. Davon werden derzeit rund 3,65 Mio. t für die Pelletproduktion genutzt. Insgesamt stehen also ausreichend regionale Rohstoffe zur Verfügung, die eine nachhaltige und ressourcenschonende Pelletproduktion ermöglichen. 

Die Zahl der Pelletheizsysteme und die Produktionskapazität für Holzpellets in Deutschland sind in den letzten Jahren gewachsen. Der Verbrauch an Holzpellets kann in Deutschland vollständig aus heimischer Produktion gedeckt werden.

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